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Mitarbeitergesundheit durch BGM: Es funktioniert!

Die Zahl ist erschreckend und sollte jeden Arbeitgeber wachrütteln: Im Schnitt erscheinen Arbeitnehmer an fast 19 Tagen pro Jahr krankheitsbedingt nicht zur Arbeit. Eine Krankheit ist nicht nur für Mitarbeiter selbst unangenehm und ärgerlich, sondern auch für Unternehmen. Ihnen entsteht durch eine schlechte Mitarbeitergesundheit ein jährlicher wirtschaftlicher Schaden in Höhe von vielen Tausend Euro.

Dieser Schaden muss nicht sein, denn durch ein intelligentes betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) lässt sich die Mitarbeitergesundheit langfristig verbessern. Unternehmen können mit einem strategischen BGM klassischen Arbeitsplatzkrankheiten wie Rückenschmerzen und Burnout gezielt vorbeugen. Eine Win-win-Situation für das Unternehmen wie auch die Mitarbeiter. Denn gesunde Mitarbeiter sind in der Regel auch glückliche und leistungsfähige Mitarbeiter.

Wodurch steigert betriebliches Gesundheitsmanagement die Mitarbeitergesundheit?

Betriebliches Gesundheitsmanagement kann die Mitarbeitergesundheit durch eine Vielzahl von Maßnahmen steigern. Diese können sich nicht nur auf die physische, sondern auch auf die psychische und soziale Gesundheit der Mitarbeiter beziehen.

Im Bereich der physischen Maßnahmen stehen Fitness- und Sportprogramme an erster Stelle. Unternehmen können ihren Mitarbeitern Fitness- und Sportkurse anbieten sowie eigene Fitness-Events organisieren. Ein weiterer wichtiger Baustein zum Erhalt und zur Verbesserung der physischen Mitarbeitergesundheit ist eine gesunde und ausgewogene Ernährung. Die Bandbreite an Leistungen in dieser Beziehung reicht von der Bereitstellung von frischem Obst und kostenlosen Getränken bis hin zu einer gesundheitsorientierten Kantinenverpflegung. In Sachen physischer Mitarbeitergesundheit sollte auch das Thema Entspannung in Unternehmen nicht zu kurz kommen. Mobile Massagen oder Ruheräume leisten beispielsweise einen wertvollen Beitrag in dieser Angelegenheit.

Auch was die psychische und soziale Gesundheit ihrer Mitarbeiter angeht, können Firmen in vielen Richtungen aktiv werden. Stressmanagement-Coachings, Mediation zur Konfliktlösung und ein arbeitspsychologischer Dienst stellen wichtige Bausteine dar, die Mitarbeitergesundheit in psychischer und sozialer Hinsicht langfristig sicherzustellen.

Welche konkreten Maßnahmen gibt es, um durch betriebliches Gesundheitsmanagement die Mitarbeitergesundheit zu fördern?

Obstkorb und kostenlose Getränke

Startup-Unternehmen haben das Angebot eines Obstkorbes und kostenloser Getränke in den letzten Jahren cool gemacht. In kaum einer Stellenanzeige einer jungen Firma fehlt der Punkt, dass Mitarbeiter in den Genuss eines kostenlosen Obstkorbes kommen und sich an einem Getränkekühlschrank bedienen können.

Ein Obstkorb und kostenlose Getränke sind jedoch nicht nur cool, sondern auch ein wichtiger Beitrag in Sachen Mitarbeitergesundheit. Eine gesunde Ernährung führt nämlich langfristig zu weniger Krankheitstagen und garantiert darüber hinaus eine höhere Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter. Gerade in Unternehmen mit einer hohen Arbeitsbelastung achten viele Mitarbeiter oftmals zu wenig auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung. Sicherlich haben auch Sie schon mal lieber einen süßen Snack als einen Apfel zwischendurch genascht.

Inzwischen haben nicht nur Startups, sondern auch viele etablierte Unternehmen erkannt, dass der Obstkorb und ein Getränkeangebot eine Win-win-Situation für das Unternehmen und seine Mitarbeiter darstellen. Gesunde Mitarbeiter sind nicht nur glücklichere, sondern auch motiviertere und leistungsfähigere Mitarbeiter.

Kooperation mit einem Fitness-Studio

Der Besuch eines Fitness-Studios gehört zu den häufigsten guten Vorsätzen für das neue Arbeitsjahr, um am Ende dann doch wieder gebrochen zu werden. Bestimmt haben auch Sie sich bereits dabei ertappt, ihren Vorsatz von mehr Sport nicht in die Praxis umgesetzt zu haben. Oftmals ist der größte Hinderungsgrund für mehr Fitness die fehlende Zeit. Morgens vor und abends nach der Arbeit fehlt vielen Menschen die Zeit, um sich noch sportlich zu betätigen.

Einer der wichtigsten Beiträge des betrieblichen Gesundheitsmanagements eines Unternehmens ist daher, seinen Mitarbeitern die Gelegenheit zu Sport und Fitness zu geben. Die Ideallösung ist selbstverständlich ein firmeneigenes Fitness-Studio, in dem die Mitarbeiter nach Lust und Laune zeitlich flexibel trainieren können.

Da aber die wenigsten Unternehmen den Platz und die Ressourcen für ein Fitness-Studio in den eigenen vier Wänden haben, ist die Kooperation mit einem Fitness-Studio die beste Alternative. Idealerweise organisiert das Unternehmen für seine Mitarbeiter ein Fitness-Kursprogramm. Die meisten Fitness-Studios bieten heutzutage eine große Bandbreite an Fitnessprogrammen an. Neben Aerobic, Kraft- und Ausdauertraining sind auch Pilates und Zumba sehr beliebte Mitarbeiter-Sportarten. Aufgrund der Tatsache, dass vor allem Rückenprobleme in klassischen Sitzberufen sehr weit verbreitet sind, sind auch Rücktraining und Wirbelsäulen-Gymnastik sehr sinnvolle Bausteine eines Fitnessprogramms. Aber auch asiatische Sportarten wie Qi Gong und Tai können einen wertvollen Beitrag zur Mitarbeitergesundheit und –fitness leisten.

Firmen-Fitness-Events

Firmen-Fitness-Events gehören zu den neueren und innovativeren Formen des betrieblichen Gesundheitsmanagements. Dabei vereinen sie gleich eine ganze Reihe von Vorteilen: Sie fördern nicht nur aktiv die Mitarbeitergesundheit, sondern sorgen auch für eine Verbesserung von Teamgeist und Arbeitsatmosphäre – und das noch dazu auf eine spaßige und spielerische Art und Weise.

Der unternehmerischen Kreativität sind in Sachen Firmen-Fitness keine Grenzen gesetzt. Manche Unternehmen veranstalten sogar kreative Fitness-Spektakel, um ihre Mitarbeiter bei Laune zu halten und die Mitarbeitergesundheit zu verbessern. So gibt es beispielsweise in manchen Firmen Challenges, bei denen die Mitarbeiter aufgerufen sind, Kilometer zu sammeln – egal, ob zu Fuß, auf dem Fahrrad oder mit den Skates. Um ihre Mitarbeiter zusätzlich zu motivieren, spenden einige Unternehmen Geld für gute Zwecke im Gegenwert der insgesamt gesammelten Kilometer. Sofern Ihr Unternehmen in puncto Firmen-Fitness-Events noch etwas kreative Nachhilfe braucht, können Sie ja mit einem guten Vorschlag etwas nachhelfen.

Betriebliche Vorsorgeuntersuchungen zur Verbesserung der Mitarbeitergesundheit

Die meisten Menschen sind private Vorsorgemuffel. Wenn auch Sie schon einmal eine geplante Vorsorgeuntersuchung abgesagt haben, sollten Sie Ihre Entscheidung noch einmal überdenken. Denn Vorsorgeuntersuchungen sind gerade bei älteren Arbeitnehmern von entscheidender Bedeutung für die Gesundheit und Lebenserwartung. Vor allem Herz- und Krebserkrankungen lassen sich bei frühzeitiger Erkennung wesentlich besser behandeln und heilen.

Vorsorgeuntersuchungen sollten vor diesem Hintergrund ein fester Bestandteil des betrieblichen Gesundheitsmanagements eines Unternehmens sein. Gerade kleinere Firmen und Unternehmen, in denen die Mitarbeiter keinen Gesundheitsgefahren ausgesetzt sind, haben jedoch keine arbeitsmedizinischen Vorsorgeuntersuchungen. Dieses Manko können Unternehmen in einen aktiven Vorteil für sich und Ihre Mitarbeiter umwandeln.

Ein betriebliches Vorsorgeprogramm, beispielswiese mit regelmäßigen Hautkrebsscreenings, Darmkrebsvorsorgeuntersuchungen und Blutwerte-Checks, senkt die Hemmschwelle aller Mitarbeiter, zur Vorsorge zu gehen. Der Besuch beim Arzt wird nicht mehr als Zeichen individueller Schwäche gewertet, sondern als gemeinsamer Beitrag aller Mitarbeiter, Ihre Gesundheit aktiv zu schützen. Auch betriebliche Vorsorgeuntersuchungen stellen somit eine Win-win-Situation für Arbeitgeber und Arbeitnehmer in Sachen Mitarbeitergesundheit dar.

Betriebliche Gesundheitsvorsorge untertsützt die Mitarbeitergesundheit

Worauf muss bei der Implementierung dieser Maßnahmen besonders geachtet werden?

Ein Unternehmen muss bei der Implementierung von Maßnahmen im Zusammenhang mit dem betrieblichen Gesundheitsmanagement eine ganze Reihe von Punkten beachten. Der wahrscheinlich wichtigste Punkt ist, die Mitarbeiter nicht zu überfordern. Oftmals entwickeln Firmen eine Tendenz, in Sachen Mitarbeitergesundheit über das Ziel hinauszuschießen und gleichzeitig zu viele Handlungsfelder zu definieren. Gerade bei der erstmaligen Implementierung von Maßnahmen zur Mitarbeitergesundheit ist es entscheidend, eine überschau- und handhabbare Anzahl von Maßnahmen zu implementieren. Ansonsten besteht die Gefahr, die Mitarbeiter auf dem Weg zu mehr Gesundheit zu verlieren.

Außerdem sollte ein realistischer Zeitplan für die Implementierung der Maßnahmen gesetzt werden. Kleinere und unkompliziertere Maßnahmen, wie beispielsweise die Bereitstellung von Getränken und eines Obstkorbes, können problemlos innerhalb kurzer Zeit umgesetzt werden. Die Kooperation mit einem Fitness-Studio oder die Einführung betrieblicher Vorsorgeuntersuchungen erfordern hingegen etwas mehr Planungsaufwand.

Und nicht zuletzt muss die Maßnahmenimplementierung auch an die Situation im Unternehmen angepasst werden. Dazu zählt in erster Linie die Berücksichtigung von Arbeits- und Urlaubszeiten. Schließlich müssen die Mitarbeiter für die geplanten Maßnahmen auch grundsätzlich zur Verfügung stehen.

Mitarbeitergesundheit & BGM: Fazit

Ein intelligentes betriebliches Gesundheitsmanagement ist der beste Weg, den ein Unternehmen einschlagen kann, um die Mitarbeitergesundheit langfristig zu erhalten und zu verbessern. Die Bandbreite an möglichen Maßnahmen zur Steigerung der Mitarbeitergesundheit ist riesengroß. So ist für Unternehmen jeder Branche, jeder Größe und jeder Finanzkraft etwas dabei. Es muss ja nicht gleich ein sündhaft teures, unternehmensinternes Fitnessstudio sein. Ein Obstkorb kostet nicht die Welt, ist schnell beschafft und hat bereits eine positive gesundheitliche Wirkung

Quelle Titelbild: StockSnap / Pixabay

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