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Kopfschmerzen im Büro: Ursachen und Behandlung

Viele Menschen kennen das Problem, unter wiederholten Kopfschmerzen im Büro zu leiden. Die gute Nachricht: In 99 Prozent der Fälle stecken harmlose Ursachen hinter den Beschwerden. Eine Fehlhaltung oder Stress sind die Hauptauslöser von Kopf- und Nackenschmerzen. Dementsprechend können Sie einiges gegen die Beschwerden unternehmen. Hinnehmen sollte man Kopfschmerzen am Arbeitsplatz keinesfalls. Auch wenn die Auslöser meist harmlos sind, beeinträchtigt das schmerzhafte Pochen im Kopf die Arbeitsfähigkeit und das allgemeine Wohlbefinden erheblich. Treten die Schmerzen nicht nur bei Belastungsspitzen, sondern ständig auf, ist dies ein Warnsignal. Es muss sich etwas grundlegend an den Arbeitsbedingungen ändern. Ansonsten entwickeln sich temporär auftretende Beschwerden zu chronischen Schmerzen. Mittlerweile gilt als erwiesen, dass Sport genauso gut gegen Kopfschmerzen im Büro hilft wie Schmerzmittel. Aus diesem Grund sind Sportangebote im Rahmen eines unternehmensinternen Fitnessprogramms eine hervorragende Möglichkeit, betroffenen Mitarbeitern zu helfen.

Wie entstehen Kopfschmerzen im Büro?

Kopfschmerzen im Büro werden oft mit der andauernden Arbeit am Bildschirm erklärt. Die Ursachen der Beschwerden sind jedoch vielfältig und individuell verschieden. Deswegen helfen den Betroffenen pauschale Ratschläge nur bedingt weiter. Eine genaue Ursachenforschung ist der beste Weg, um Kopfschmerzen im Büro zu vermeiden. Darüber hinaus müssen selbstverständlich ernsthafte Erkrankungen ausgeschlossen werden. Die Ursachen sind zwar zu 99 Prozent harmlos und die Schmerzen somit gut behandelbar. Dennoch darf auch das eine Prozent nicht vernachlässigt werden, bei dem eine organische Erkrankung hinter den Beschwerden steckt.

In den meisten Fällen werden die Kopfschmerzen im Büro jedoch durch folgende Faktoren ausgelöst:

  • Stress im Arbeitsalltag
  • Muskelverspannungen
  • Umgebungsbedingungen (fehlende Frischluft, Lärm, Hitze, Kälte, schlechte Lichtverhältnisse)
  • Fehlende ergonomische Arbeitsplatzgestaltung
  • Ungesunde Ernährung
  • Flüssigkeitsmangel
  • Mangelnde Bewegung
  • Permanente Überforderung
  • Privater Stress

Kopfschmerzen im Büro werden oft durch durch einen ergonomisch schlechten Arbeitsplatz verursacht

 

Woran erkennen Betroffene einen Handlungsbedarf?

Das Arbeitsleben hat sich in den letzten Jahrzehnten hin zu vermehrter Schreibtischarbeit gewandelt. Mit der zunehmenden Digitalisierung wird sich dieser Trend noch verstärken. In den Büros von Industrie- und Dienstleistungsunternehmen findet man fast ausschließlich Bildschirmarbeitsplätze. Hier verbringen die Menschen täglich acht bis zehn Stunden in gleicher Körperhaltung und ohne Bewegung. Die Umgebungsbedingungen sind in vielen Büros alles andere als vorteilhaft. Ständiger Lärm im Großraumbüro, fehlende Frischluft, zu hohe oder zu niedrige Temperaturen und mangelnde Beleuchtung sind Gründe für Kopfschmerzen im Büro.

Wenn die Beschwerden nicht nur ab und zu auftreten, belasten die Kopfschmerzen die Arbeitsproduktivität. Kopfschmerzen im Büro sind keine Lappalie. Wer mehrfach pro Woche unter pochenden, bohrenden, ziehenden oder drückenden Schmerzen leidet, sollte dies als Warnsignal des Körpers deuten. Meist hilft es, die infrage kommenden Ursachen zu betrachten, um den Auslöser der Kopfschmerzen im Büro zu identifizieren und zu beseitigen. Darüber hinaus bieten Sportangebote die Möglichkeit, aktiv etwas gegen Kopfschmerzen, aber auch gegen Rückenschmerzen und Stress zu unternehmen.

Worum handelt es sich bei diesem Gesundheitsproblem?

Kopfschmerzen im Büro werden selten von organischen Schäden ausgelöst. Die Beschwerden sind eine Reaktion des Körpers auf schlechte Arbeitsbedingungen oder treten verhaltensbedingt auf. Kopfschmerzen werden als zusätzliche Arbeitsbelastung wahrgenommen, sodass sich die Mitarbeiter überlastet fühlen und die Produktivität leidet. Langfristig kann das Gefühl der Überforderung sogar zu Depressionen und zum Burnout führen.

Kopfschmerzen im Büro aufgrund schlechter Arbeitsbedingungen

Am häufigsten ergeben sich Kopfschmerzen im Büro durch langes Sitzen in ergonomisch ungünstiger Haltung. Dadurch entstehen Verspannungen im Bereich der Halswirbelsäule. Die Weiterleitung der Nervenreize wird beeinträchtigt und das macht sich schließlich durch Kopfschmerzen bemerkbar. Um diese Probleme zu beheben, ist eine ergonomische Gestaltung des Arbeitsplatzes unverzichtbar. Die Höhe von Schreibtischen und Bürostühlen ist an die Körpergröße der Mitarbeiter anzupassen. Außerdem ist die Positionierung des Bildschirms entscheidend, um Fehlhaltungen zu vermeiden.

Die Anpassung der Lichtverhältnisse, eine angenehme Raumtemperatur und simple Tipps wie regelmäßiges Lüften tragen erheblich dazu bei, die Arbeitsbedingungen zu verbessern. Den Lärm im Großraumbüro durch Raumteiler zu reduzieren, senkt ebenfalls das Risiko, dass die Mitarbeiter von Kopfschmerzen geplagt werden.

Verhaltensbedingte Kopfschmerzen im Büro

In vielen Fällen tragen die Mitarbeiter mit ihrem Verhalten dazu bei, dass der drückende Kopfschmerz immer wieder auftritt. Ungesunde Ernährung und Flüssigkeitsmangel begünstigen Kopfschmerzen. Wer im Büro lieber zum Schokoriegel als zum Apfel greift, riskiert einen schnellen Abfall des Blutzuckerspiegels. Das macht sich dann mit Konzentrationsproblemen und Kopfschmerzen bemerkbar. Flüssigkeitsmangel führt ebenfalls zu Kopfschmerzen, die sich bei vielen Menschen verstärken, wenn man statt Wasser zu viel Kaffee trinkt.

Zu den verhaltensbedingten Ursachen zählt außerdem Bewegungsmangel. Stundenlanges Verharren in einer Sitzposition bedeutet für den Körper Stress. Der Mensch gilt als „soziales Lauftier“. Dementsprechend benötigt der menschliche Organismus Bewegung, um gesund zu bleiben. In Jahrtausenden hat die Evolution die Spezies „Mensch“ zum Läufer gemacht. Deswegen ist ein Mindestmaß an Bewegung für die Erhaltung der Gesundheit nötig. Fehlt diese Bewegung, drohen langfristig Erkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes und Störungen des Fettstoffwechsels. Kurzfristig signalisiert der Körper mit Verspannungen und Kopfschmerzen, dass es an Bewegung mangelt. Die logische Konsequenz besteht darin, Bewegung vermehrt in den Büroalltag zu integrieren.

Bewegung am Arbeitsplatz kann Kopfschmerzen im Büro verhindern

Wer ist von Kopfschmerzen im Büro besonders betroffen?

Von Kopfschmerzen am Arbeitsplatz sind besonders Menschen betroffen, deren Arbeitsalltag von sehr viel Stress und ungesunden Arbeitsbedingungen geprägt ist. Stundenlanges Sitzen am PC, ergonomisch mangelhaftes Mobiliar, Lärm und schlechte Lichtverhältnisse sind Faktoren, die bei den meisten Menschen Kopfschmerzen auslösen.

Außerdem leiden Menschen, die sich generell wenig sportlich betätigen und nicht auf körperliche Fitness achten, oft unter Kopfschmerzen im Büro. Permanente Beschwerden sind immer ein Zeichen dafür, dass die Arbeits- und/oder Lebensbedingungen kritisch hinterfragt werden sollten.

Was kann man aktiv gegen Kopfschmerzen im Büro tun?

Neben der Verbesserung der Arbeitsbedingungen ist eine Optimierung der körperlichen Fitness entscheidend. Gesunde Lebensbedingungen und Sport haben einen direkten Einfluss auf die Häufigkeit des Auftretens von Kopfschmerzen. Sport ist ein unverzichtbarer Ausgleich für Büroarbeit und sollte ein fester Bestandteil des Lebens sein. Wer unter ständigen Kopfschmerzen im Büro leidet, kann mit gezielter Wirbelsäulengymnastik dafür sorgen, die Muskulatur im Nackenbereich zu stärken. Auf diese Weise werden auch Rückenschmerzen gemindert, die ebenfalls zu einem weit verbreiteten Leiden geworden sind. Doch nicht nur nach der Arbeit hilft Sport, Kopfschmerzen zu vermeiden.

Wie lässt sich Sport ins Berufsleben integrieren?

Leiden die Mitarbeiter ständig unter Kopfschmerzen im Büro, hat das Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit. Immer mehr Arbeitgeber erkennen diese Zusammenhänge und ermöglichen ihren Mitarbeitern die Teilnahme an Fitnessprogrammen. Diese Pausen sind außerdem sehr hilfreich, um den Stresslevel niedrig zu halten. Besonders Ausdauersportarten und moderates Krafttraining eignen sich präventiv gegen Kopfschmerzen. Neurologen empfehlen Sportarten wie Laufen, denn damit werden Stresshormone abgebaut und der Entspannungsnerv angeregt. Ausdauersport trainiert das schmerzhemmende System des Körpers. Um einen Effekt zu erzielen, sollten zwei bis drei Trainingseinheiten pro Woche eingeplant werden. Bei akuten Schmerzen helfen Dehnübungen, die man nach einer entsprechenden Anleitung direkt am Schreibtisch ausführen kann.

Eine Überlastung des Körpers muss vermieden werden. Deshalb ist es sinnvoll, dass qualifizierte Experten die Fitnessprogramme durchführen. Insbesondere beim Krafttraining sollten sehr hohe Gewichte und Pressatmung vermieden werden. Sportarten, die zu einer besonderen Beanspruchung des Kopfes führen (Boxen, American Football), sind ebenfalls nicht geeignet. Es ist wichtig, dass die Mitarbeiter eine professionelle Anleitung erhalten, die auch Fragen beantwortet, wie viel man trinken sollte und wie man den Blutzuckerspiegel konstant hält. Im Rahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) bieten Arbeitgeber Kurse an, welche die Krankenkasse sponsert. Fortschrittliche Chefs richten sogar Fitnessräume in der Firma ein, wo die Mitarbeiter ohne zusätzliche Fahrzeit trainieren können. Die Erfahrung zeigt, dass sich diese Großzügigkeit auszahlt: Fitte Mitarbeiter sind produktiv, zufrieden und, was in Zeiten des Fachkräftemangels nicht unwichtig ist, loyal.

Quelle Titelbild: Sammy-Williams / Pixabay

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